Pater Peter Quirl SJ

Pater Peter Quirl SJ

Pater Josef Quirl wurde am 17. November 1901 als Ältester von sieben Geschwistern im Kölner Stadtteil Nippes geboren. Seine Eltern waren tiefgäubig, und sie wußten, daß sie den Kindern keine irdischen Güter mitgeben konnten, wohl aber einen lebendigen Glauben. So war es verständlich, daß ihrer Pfarrer ihnen damals riet, ihrem Sohn den Besuch des Gymnasiums zu ermöglichen.

Die Mutter nahm zu Ihren täglichen Pflichten zusätzlich für nachts eine Tätigkeit an, so daß sich durch die höhere Schulbildung für den keinen Peter Quirl der Weg in einen Orden und zum Priestertum öffnete.

Während der Jahre im Gymnasium fand er Kontakt zum 1919 gegründeten Bund Neudeutschland. Am 25. April 1922 trat er ins Noviziat der Gesellschaft Jesu in ‚s-Heerenberg (Holland) ein. Von dort aus absolvierte er die weiteren Studien von 1924 – 1933, in Philosophie und Theologie in Valkenburg und Innsbruck, die durch eine zweijährige Erziehertätigkeit in Mariaschein (Böhmen) unterbrochen wurden.
Am 27. August 1932 wurde Peter Quirl zum Priester geweiht.

Danach schloß sich 1933/34 das Terziat in Münster an. Nach einer kurzen Einführung in die Arbeit der Marianischen Kongregation durch P. Anton Schmidt in Bonn, begann P. Quirl 1935 in der Nachfolge von P. Josef Spiecker sein Wirken als Präses unserer Marianischen Männerkongregation, die 1608 in Köln gegründet wurde.
Diese Arbeit wurde 1941 durch die Aufhebung der Jesuiten-Niederlassung durch die Nationalsozialisten unterbrochen.

Von 1946 – 1949 baute P. Quirl in Koblenz die Männerseelsorge auf. Als er 1950 nach Köln zurückkehrte, war er zunächst Krankenhausseelsorger im St. Franziskus-Hospital in Köln-Ehrenfeld, und er begann eine Vortragstätigkeit und Priester-Rekollektionen, aus denen später eine Marianische Kongregation für Priester erwuchs. Ferner hielt er viele Vorträge in weiblichen Ordensgemeinschaften und gab Exerzitien im In- und Ausland (bis Nahost)

Hinzu kamen die vielen Menschen, die ihn aufsuchten, um Weisung, Rat und Hilfe zu finden.

Zunehmende Altersbeschwerden und Krankheit zwangen ihn 1982 zur Übersiedlung ins Altenheim Haus Sentmaring nach Münster. Hier setzte nun sehr bald ein langsamer, aber stetig fortschreitender Verfall seiner körperlichen und geistigen Kräfte ein. Für den lebensbejahenden P. Peter Quirl war dies kein einfacher Weg.

Die Quelle, aus der er schöpfte und stets neue Kraft gewinnen durfte, gerade auch in den Tagen der Krankheit und des Alters, blieb zeitlebens der Geist des heiligen Ignatius von Loyola und die von ihm vermittelten „Geistlichen Übungen“.

P. Quirl bediente sich sehr gern des von ihm verfaßten Gebetes: „Jesus, Du weißt es – Du liebst mich – Du weißt es – ich auch!“ In dieser vorbehaltlosen Hingabe durfte er am späten Nachmittag des 29. Juni 1985, seinem Namenstag, in die ewige Herrlichkeit eingehen. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem ordenseigenen Friedhof in Münster.


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